am 08. und 09.  September 2012 in Breitenbrunn

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Veranstalter und
Organisation

 
Markt Breitenbrunn
Von-Tilly-Straße 7
92363 Breitenbrunn

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Tourismusbüro
Marktplatz 13
92363 Breitenbrunn

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Die Geschichte des Marktes Breitenbrunn
 

Die Geschichte des Marktes Breitenbrunn, der im Jahr 826 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wird, ist eng mit dem
Namen Tilly verbunden.
Johann Tserclaes Graf von Tilly war einer der erfolgreichsten Heerführer im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648).
Im Namen der katholischen Liga, die von Kaiser Ferdinand II. von Österreich und Kurfürst Maximilian I.
von Bayern angeführt wurde, kämpfte er gegen die Protestanten. Deren Haupt und zugleich Tillys erbittertster
Widersacher war der schwedische König Gustav Adolf II., der sein Land zu einer europäischen Großmacht erheben wollte
und große Teile Deutschlands besetzt hielt. In Anerkennung seiner überragenden militärischen Verdienste verlieh
Kurfürst Maximilian Tilly am 2. Mai 1624 die Herrschaft über Schloss und Gericht "Praittenegg" sowie den
Markt "Praitprunnin" (Breitenbrunn).
Tilly stammte aus einer angesehenen, flämischen Adelsfamilie im südlichen Brabant (heute Belgien), das damals zur
spanischen Niederlage gehörte und Teil des spanischen Weltreichs war. Die Eltern schickten ihren Sprössling zunächst
auf eine Jesuitenschule - er sollte Priester werden. Doch der einzige Wunsch des jungen Mannes war, Soldat zu werden.
Er erlernte das Kriegshandwerk von der Pike auf, diente als junger Fähnrich in den Armeen der Herzöge von Parma und
Lothringen und trat 1594 in die kaiserliche Armee ein, wo er im gleichen Jahr in Ungarn gegen die Türken zu Felde zog.
Bereits 1604 ernannte der Kaiser Tilly zum Feldmarschall. In den Schlachten des Dreißigjährigen Krieges stieg er zum
bedeutendsten Feldherr neben Wallenstein auf.
Wegen seiner katholischen Erziehung und seines tief verwurzelten Glaubens wurde Tilly auch der "Heilige im Harnisch"
genannt. Bei seinen Truppen achtete er auf strengste Disziplin : Übergriffe gegen Frauen wurden unerbittlich bestraft.
Er selbst sagte einmal über sich: "Ich habe nie einen Rausch gehabt, nie eine Frau berührt und nie eine Schlacht verloren."
Das Letztere zumindest stimmte nicht. In seinem letzten Lebensjahr verließ den greisen Krieger das Schlachtenglück.
Am 17. September 1631 verlor er bei Breitenfeld/Leipzig gegen die Schweden, am 15. April 1632 unterlag er dem
gleichen Gegner bei Rain am Lech. Dort zerfetzte eine Kanonenkugel sein rechtes Bein. Mühsam wurde, der 73jährige
in einer Sänfte nach Ingolstadt gebracht, wo er am 30. April starb.
Die Schweden zogen nach dem Sieg mordend und plündernd durch ganz Bayern und richteten unter der Bevölkerung
furchtbare Greuel an. Nach seinem Tod übernahm sein Neffe Werner Graf von Tserclaes die Herrschaft über die
Besitztümer. Als Maria Theresia Reichsgräfin von Tilly am 21. Juli 1744 in Breitenbrunn stirbt, erlischt die bayerische
Linie dieses, berühmten Geschlechts.